Sprache verbindet: Frauenbilder und Rollenverständnisse im Diskurs



Unter dem Titel „Sarajevos Heldinnen damals und heute. Klischees und Paradigmenwechsel des Frauenbildes in der Gesellschaft des Balkans" gaben die beiden Publizistinnen Sibylle Hamann (unlängst mit dem Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet) und Dragana Tomasevic-Karahasan im Literaturhaus Graz Einblicke in ihre aktuellen Werke. In der anschließenden Podiumsdiskussion führte Norbert Mappes-Niediek durch ein Gespräch über Sprachenvielfalt, Frauen(bilder), Rollenzuschreibungen und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie Geschichten selbstbestimmter Lebensführung.
Landesrätin Bettina Vollath unterstreicht in Bezugnahme auf die steirische Charta des Zusammenlebens: „Ein gutes Zusammenleben in Vielfalt ist keine Utopie, wenn wir uns von Zuschreibungen aller Art, von konstruierten Rollen, stereotypisierten „Gruppen" oder „Kulturen", verabschieden und endlich beginnen, den vielseitigen Menschen hinter diesen Projektionen zu sehen und danach zu handeln. Denn nur dann, wenn wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass jeder hier lebende Mensch sich mit seiner einzigartigen Identität in die Gesellschaft einbringen und entfalten kann, dann wird es gelingen, eine Kultur der Teilhabe, des Respekts und des Zusammenhalts zu etablieren. Ich freue mich über Initiativen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen Einblicke geben in gesellschaftliche Konstruktionen, die lebendige Bilder von Vielfalt zeichnen und die ein differenzierteres Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten fördern."