Harvest Fest
Eingereicht von: Dr. Ulrike Klein



Wir feierten ein Fest der Vielfalt und die Vielfalt war nicht nur am Erntetisch sichtbar, sondern auch unter der Gemeinschaft spürbar, die zu dem Fest gekommen war. Es kamen ländliche NachbarInnen, urbane Mitglieder unserer gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft, StudentInnen, ehemalige Wwoofer (freiwillige Mithelfer) und internationale FreundInnen. Man hörte Menschen an dem Abend in polnisch, ungarisch, englisch, deutsch bzw. steirisch und französisch miteinander kommunizieren. TeilnehmerInnen des Festes kamen aus Österreich, Polen, Indien, China, USA, Ungarn, Senegal, Frankreich, Italien und Deutschland.
Worauf wir besonders stolz sind, ist die Tatsache, wie gut sich die verschiedenen Menschen unterhielten und wie viel Kommunikation stattfand. Auch die Aktivitäten, besonders die "Common ground" Aktivität, bei der jeder einen Partner suchte und im Gespräch eine Gemeinsamkeit fand, diese auf eine Karte schrieb und dann gemeinsam fotografiert wurde, wurden sehr gut angenommen und halfen, Menschen miteinander in Verbindung zu bringen. Unser Ernte Schild, das wir unter unserem Erntetisch aufhängten, wurde im Laufe des Abends in vielen verschiedenen Sprachen ergänzt. Viele Gedanken wurden auch zu Vielfalt gefunden: Beauty, Fülle, Listening, Abwechslung, Lebensfreude, Veränderung und Bewegung, Connection, Abundance, Rainbow, Sustainability, Security, "alles darf Platz haben", Mrkva Kel Dzna Tarka und Being sind einige davon.
Auch das Essen war ganz wunderbar. Bambo, ein Freund und professioneller Koch, kochte senegalesisches Essen, das allen wunderbar schmeckte. Er verwendete dazu unser Gemüse und hatte am Beginn der Feier auch viele Helfer, die ihn dabei unterstützten alles klein zu schneiden - eine nicht geplante Aktivität, bei der allerdings eine tolle Stimmung herrschte und wo auch viel gemeinsam gelacht und kommuniziert wurde - die teilnehmenden Leute fühlten sich dabei sehr wohl. Scott machte eine Chiliverkostung auf Englisch, bei der viele Gäste interessiert teilnahmen und bei der so manche persönliche Grenze im Scharfessen überschritten wurde - auch hier wurde gemeinsam Neues ausprobiert und viel gelacht und gesprochen, oft in drei Sprachen gleichzeitig.
Der Abend klang dann bei Musik aus, es wurde noch getanzt und bis spät abends um das Feuer gesessen. Die Sprache um das Feuer war Englisch, da noch einige verschiedene Nationalitäten vertreten waren. Wir freuen uns, dass die Stimmung so gut war und glauben, dass dieses Fest sicher eine der vielfältigsten Veranstaltungen war, die wir je in Österreich besuchten. Viele Gäste kommentierten die Buntheit der Menschen und vor allem die ländlichen Nachbarn kommunizierten, wie toll es für sie ist, so viele verschiedene Menschen kennen zu lernen. Wir freuen uns, dass unser Hof ein Ort der Begegnung und Toleranz ist.
Das Highlight:
Das Highlight war die große Vielfalt der Menschen, die an unserem Fest teilnahmen und die gute Stimmung, die unter den unterschiedlichen Menschen herrschte.