Errichtung einer interkulturellen Bibliothek mit Sachbüchern für SchülerInnen der NMS Andritz
Eingereicht von: NMS Andritz



Das Projekt bewirkte im Lehrkörper eine Sensibilisierung für die Vielfalt der Sprachen, die an unserer Schule gesprochen werden. Dass die Auseinandersetzung mit der Muttersprache enorm wichtig ist für den Erwerb weiterer Sprachen, wurde ebenfalls transportiert. Die Kinder mit anderen Erstsprachen genossen sichtlich das Interesse für ihre Sprache und ihre Kultur. Das hat man besonders am Sprachentag gesehen.
Das Besorgen der Bücher war wohl die schwierigste Aufgabe. Märchenbücher und Romane findet man in Bibliotheken und natürlich auch im Internet. Die Anzahl der Sachbücher kann man an einer Hand abzählen! Da ließ die anfängliche Euphorie stark nach! Aber dann brachte mir ein Schüler die ersten vier Bücher aus der Türkei und war wieder voller Tatendrang. Ich kaufte Bücher in Kroatien und in einer Buchhandlung in Wien. Die Bücher aus Rumänien hat eine Dame, die ich gar nicht persönlich kenne, mitgebracht. Nun hat die Bibliothek 29 Sachbücher in den Sprachen Türkisch, Ungarisch, Serbisch, Kroatisch und Rumänisch. Sie sind mit einem eigenen Logo gekennzeichnet. Dazu kommen noch zehn Romane in Türkisch.
Abschluss des Projekts: der Sprachentag!
Am 26. 9. 2014 wurde an der NMS anlässlich des europäischen Sprachentages die interkulturelle Bibliothek vorgestellt. Für alle acht Klassen der NMS und die drei vierten Klassen der VS Viktor Kaplan gab es eine kleine Einführung über den Sprachentag und die neuen Bücher in den unterschiedlichen Fremdsprachen. Ein türkischer Schüler hat in seiner Sprache über Vulkane vorgelesen und ein paar Begriffe erklärt.
Am türkischen Tanz, den vier Schüler vorzeigten, beteiligten sich alle Klassen eifrig und auch das Lied mit Begrüßungen in verschiedenen Sprachen regte zum Mitsingen an. Der kulinarische Abschluss war ein Buffet mit Speisen aus den Balkanländern, der Türkei und auch aus Österreich.
Das Highlight:
Besonders freue ich mich über das große Interesse der SchülerInnen an den Büchern - die ersten Bücher wurden schon entliehen - und auch über die Wertschätzung meiner KollegInnen.