Kampus: „Volle Solidarität mit älteren Steirerinnen und Steirern“
Welttag der älteren Generation: Soziallandesrätin sagt Danke. Kritik an Pensions-„Trick“ des Bundes. Auftrag für ersten steirischen Seniorenbericht.
Graz, 01. Oktober 2018

Seit 1968 wird am 1. Oktober der Welttag der älteren Generation begangen, um auf ihre Anliegen und ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen. „Ich möchte mich bei den älteren Menschen in der Steiermark ganz besonders für ihre Lebensleistung bedanken, aber auch für ihren vielfältigen, positiven Einsatz für die Gesellschaft, zum Beispiel als Großeltern oder im Ehrenamt", betont Soziallandesrätin Doris Kampus, die in der Landesregierung für Seniorinnen und Senioren zuständig ist. Eines der Angebote daraus ist die Seniorenurlaubsaktion, durch die in diesem Jahr fast 1.700 ältere Steirerinnen und Steirer kostenlos Urlaub machen konnten. Darüber hinaus kündigt Kampus den ersten Senioren-Bericht des Landes zur Lage älterer Menschen in der Steiermark an.
„Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich auch daran, wie sie mit ihren älteren Mitgliedern umgeht", hebt Soziallandesrätin Doris Kampus anlässlich des Welttages der älteren Generation hervor. In der Steiermark seien die älteren Menschen eine besonders wichtige Zielgruppe moderner Sozialpolitik - die Palette der Maßnahmen reicht von der Mindestsicherung über den Heizkostenzuschuss bis zur Seniorenurlaubsaktion des Landes. Kampus: „Wir sind mit voller Solidarität für die älteren Steirerinnen und Steirer da, sodass sie diesen Lebensabschnitt sozial abgesichert erleben können."
Um noch besser über ihre Lebenssituation in der Steiermark Bescheid zu wissen, wird die Soziallandesrätin den ersten Sozialbericht zur Lage älterer Menschen in Auftrag geben. „Es gibt Studie und Untersuchen zu Detailfragen wie Pflege oder Altersarmut, aber keine Gesamtschau", so Kampus, die sich daraus Handlungsempfehlungen für die Landes- und Bundespolitik erwartet. Ausdrücklich soll dieser Bericht auch die vielfältigen Beiträge beleuchten, die die ältere Generation für ein gelingendes Miteinander in der Steiermark leisten.
In diesem Zusammenhang kritisiert die Soziallandesrätin insbesondere die Pensionserhöhung durch die Bundesregierung. „Durch neue Grenzen sind mehr Pensionistinnen und Pensionisten negativ von der Einschleifregelung betroffen. Die Bundesregierung hat viele ältere Menschen damit ausgebremst und finanziell benachteiligt."
Kampus bekräftigt die Forderung, dass Kleinstpensionen um vier Prozent, jene bis 1.500 Euro um 3,2 Prozent hätten angehoben werden müssen. „Das hätten sich die älteren Menschen mehr als verdient", verweist Kampus auf die spezifisch höheren Lebenskosten von Seniorinnen und Senioren.