Kampus: „Bessere Qualifikation führt zu einem Job“
Landesregierung beschließt Förderungspaket für Arbeit und Qualifizierung
Graz, 17.01.2019

Mehr als 5,1 Millionen Euro hat die Landesregierung auf Antrag von Soziallandesrätin Doris Kampus am Donnerstag für einen Schwerpunkt „Arbeit und Qualifizierung" freigegeben. „Wir haben eine gute Lage am Arbeitsmarkt, aber dennoch Menschen, die unsere Unterstützung auf dem Weg zu einem Job brauchen", begründet die für Arbeit zuständige Landesrätin das Paket auch in Zeiten guter Konjunktur. Ziel sei es, u.a. die Chancen von Frauen, älteren Personen und Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt zu verbessern. Kampus: „Wir wollen damit auch mehr Menschen eine Karriere als Fachkraft ermöglichen." Ein Fokus liegt dabei auf Menschen mit psychischen oder psychosozialen Einschränkungen.
Trotz der weiterhin guten wirtschaftlichen Entwicklung in der Steiermark gibt es Personengruppen, die von der stabilen Nachfrage nach Arbeitskräften nicht profitieren. Noch immer sind steiermarkweit mehr als 40.000 Menschen auf Jobsuche. „Das Sozialressort fördert Maßnahmen, um Arbeitslosigkeit zu verringern und Beschäftigung zu sichern", betont Soziallandesrätin Doris Kampus.
Dafür stehen nach dem Beschluss der Landesregierung mehr als 5,1 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden von etablierten Projektträgern Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen, ältere Menschen und solche mit Behinderung sowie psychischen Einschränkungen durchgeführt. Auf diese Weise erhalten Tausende Steirerinnen und Steirer die Chance, dank besserer Qualifikation Zugang zum Arbeitsmarkt zu bekommen.
Einen Schwerpunkt bilden mit 2,8 Millionen Euro Maßnahmen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Diese Projekte unterstützen arbeitslose Personen mit psychischen, psychiatrischen oder psychosozialen Beeinträchtigungen bei der Entwicklung von beruflichen Perspektiven und dem Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ihnen wird im Rahmen dieser Projekte die Möglichkeit geboten, neue berufliche Perspektiven zu erarbeiten, beruflich relevante Fähigkeiten und Fertigkeiten zu trainieren sowie psychische Stabilität unter arbeitsplatznahen Bedingungen zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.
Diese Maßnahmen sind auch gegen die hohe Sockelarbeitslosigkeit gerichtet, erläutert die Soziallandesrätin. „Studien weisen darauf hin, dass wir hier noch immer einen relativ hohen Wert haben. Ich will nicht akzeptieren, dass Menschen keinen Weg mehr in die Arbeitswelt finden." Gefördert wird mit dem Paket auch die Möglichkeit, via Lehre eine Berufskarriere als Fachkraft zu machen. „Arbeit bedeutet nicht nur soziale Sicherheit, sondern auch Anerkennung und Sinnstiftung", unterstreicht Kampus die Bedeutung der Maßnahmen. Und: „Arbeit ist der beste Weg, um Armut zu verhindern beziehungsweise der beste Weg aus der Armut heraus."