Fünf Millionen Euro für mehr Jobs in der Steiermark
Michael Schickhofer und Doris Kampus starten Millionen-Initiative für niederschwellige Beschäftigung in der Steiermark
Graz, 14. Februar 2019

„Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Sozialsystems. Auch deshalb bündeln wir hier bewusst unsere Kräfte." So begründen Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und Soziallandesrätin Doris Kampus die arbeitsmarktpolitische Initiative, die am Donnerstag von der Landesregierung beschlossen wurde. Fünf Millionen Euro werden aus Mitteln des Sozialressorts des Landes und der Europäischen Union für Projekte bereitgestellt, die niederschwellige Beschäftigung ermöglichen. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit Behinderung sowie geringer Ausbildung, dazu insbesondere Frauen sollen auf diese Weise ihren Weg in die Arbeitswelt finden.
Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in der Steiermark ist zwar grundsätzlich positiv, aber benachteiligte Personengruppen haben es weiterhin schwer. Und: Wer keine Arbeit hat, der ist besonders von Armut bedroht. Vor diesem Hintergrund starten LH-Stv. Michael Schickhofer und Soziallandesrätin Doris Kampus diese arbeitsmarktpolitische Initiative, für die gemeinsam mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds fünf Millionen Euro vom Sozialressort des Landes Steiermark zur Verfügung gestellt werden. „Arbeit ist das beste Mittel gegen Armut. Arbeit gibt dem Leben Sinn und schafft Sicherheit", unterstreicht Kampus, die auf eine Reihe von Risikofaktoren hinweist: niedriges Ausbildungsniveau, mangelnde Sprachkenntnisse, gesundheitliche Probleme, Betreuungspflichten oder eingeschränkten Mobilität.
Schickhofer betont die Notwendigkeit von Arbeitsplätzen für alle Steirerinnen und Steirer: „Arbeit ist Würde. Daher steht für mich fest: Jede Steirerin und jeder Steirer, ob arm oder reich, am Land oder in der Stadt, muss die Perspektive auf einen guten Arbeitsplatz haben. Diese Perspektive brauchen wir in Graz und in allen steirischen Regionen", so Schickhofer, der weiter betont: „Es gibt viele Steirerinnen und Steirer, denen es nicht so gut geht und die in einer schwierigen Lebenssituation sind. Gerade sie müssen wir unterstützen und stärken. Daher bin ich sehr froh, dass wir mit dieser Beschäftigungsoffensive die soziale Gerechtigkeit in unserem Land verbessern können - damit die Steiermark zu einem Land der Chancen wird, für alle Steirerinnen und Steirer."
Vor allem für Bezieherinnen und Bezieher von Mindestsicherung und für so genannte arbeitsmarktferne Personen soll nunmehr verstärkt niederschwellig Beschäftigung geschaffen werden. Zur Zielgruppe zählen Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die beim Arbeitsmarktservice vorgemerkt sind. Insgesamt sollen bis zu 350 Frauen und Männer in einem dieser Projekt beschäftigt werden. Im Rahmen der Beschäftigung soll die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgeklärt und so weit gesteigert werden, dass eine Beschäftigung am ersten und zweiten Arbeitsmarkt erreicht werden kann. Angestrebt wird ein Angebot in allen Regionen der Steiermark. Von interessierten Institutionen und Organisationen können in den nächsten Wochen Projektideen eingereicht werden, über die Vergabe der Mitteln entscheidet eine Jury.