Kinderschutzzentrum in Feldbach bietet Hilfe und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Eltern
Landesrätin Doris Kampus eröffnet Kompetenzzentrum für Kinderschutz
03. Juli 2019


Mit dem Kinderschutzzentrum in Feldbach, das am Mittwoch von Soziallandesrätin Doris Kampus eröffnet worden ist, verfügt die Steiermark landesweit flächendeckend über acht derartige Kompetenzzentren für Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern in schwierigen Lebenssituationen. „Wir freuen uns, dass wir das Kinderschutzzentrum hier in Feldbach für die Südoststeiermark eröffnen dürfen", betonte Soziallandesrätin Doris Kampus anlässlich der Feier in der Schillerstraße 8 in Feldbach. Kinderschutz sei ein Thema, das ihr sehr am Herzen liege, so Kampus, die die Verantwortung der Sozialpolitik unterstrich, „genau dorthin zu schauen, wo es Herausforderungen gibt, insbesondere, wenn es um Kinder geht". Die Soziallandesrätin bedankte sich bei den regionalen Landtagsabgeordneten Cornelia Schweiner (SPÖ) und Franz Fartek (ÖVP) sowie Bezirkshauptmann Alexander Majcan und Feldbachs Bürgermeister Josef Ober für die sehr gute Zusammenarbeit. Betrieben wird das Kinderschutzzentrum von den Kinderfreunden.
Die Steiermark sei grundsätzlich ein kinderfreundliches Bundesland und ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche, hob Kampus hervor. „Wenn es aber Probleme gibt, dann stehen hochkompetente Partner wie die Kinderfreunde, Rettet das Kind oder Volkshilfe mit ihren Kinderschutzzentrum zur Verfügung." Das Kinderschutzzentrum in Feldbach bietet Hilfe und Unterstützung bei physischer, psychischer oder sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen, durch psychosoziale Prozessbegleitung, bei Erziehungsproblemen, wenn Kinder und Jugendliche auffälliges Verhalten zeigen sowie auch in Trennungs- und Scheidungssituationen.
Kampus bekannte sich bei der Eröffnung der Einrichtung zu dem Ziel, „dass alle Kinder in der Steiermark binnen 30 Minuten Fahrzeit zu einem hochqualifizierten Unterstützungsangebot kommen können". Rund 70 Millionen Euro wendet das Sozialressort pro Jahr für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe auf. Kampus: „Das ist gut eingesetztes Geld, weil es Kindern und Jugendlichen zugutekommt, die es besonders brauchen."
Ein weiterer Schwerpunkt ist Prävention. In Zusammenarbeit des Grazer Frauenhauses, des Vereines Neustart und des Vereines für Männer- und Geschlechterthemen wird beispielsweose ein österreichweit einzigartiges Projekt zur Gewaltvorbeugung etabliert: GIF, Gewaltprävention im Familiensetting, bietet spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche, die von Gewalt im familiären Umfeld betroffen sind.
Seit 2018 läuft zudem eine Offensive für Pflegeeltern. „Erstmals ist es so, dass mehr Kinder bei Pflegefamilien als in sozialpädagogischen Einrichtungen betreut werden", verweist Soziallandesrätin Kampus auf eine Trendwende - 1006 Kinder sind in Pflegefamilien, 962 in pädagogischen Einrichtungen. „Wenn Kinder und Jugendliche nicht in ihren Herkunftsfamilien sein können, sind Pflegefamilien eine gute Alternative."